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April 2027

4 Termine
  1. Staatsoper Wien

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Ticketinformation

Karten in der 8. und 9. Kategorie können eingeschränkte Sicht haben und werden mit erhöhtem Aufschlag verkauft.

Über die Veranstaltung

Oper von Richard Wagner

Isol­de liebt Tri­stan, und Tri­stan liebt Isol­de. Ei­ne al­ter­na­tiv­lo­se, ei­ne chan­cen­lo­se Lie­be, denn Isol­de soll Kö­nig Mar­ke hei­ra­ten, um den Frie­den zwi­schen Ir­land und Ka­re­ol zu be­sie­geln.

Tri­stan be­glei­tet die zwi­schen Ver­ach­tung und Ver­zweif­lung Schwan­ken­de nach Ka­re­ol. »Mir er­ko­ren, mir ver­lo­ren«, singt Isol­de über Tri­stan, und wei­ter: »Tod­ge­weih­tes Haupt! Tod­ge­weih­tes Herz!« Nur im Tod scheint die Lie­be der bei­den mög­lich. Isol­des Ver­trau­te Bran­gä­ne aber ver­ab­reicht statt des ver­lang­ten To­des­tranks ei­nen Lie­bes­trank, und das Schick­sal der bei­den »Nacht­ge­weih­ten« nimmt sei­nen Lauf.

Als die Pro­ben zur Wie­ner Neu­pro­duk­ti­on von Tristan und Isolde be­gin­nen, will der Re­gis­seur Ca­lixto Biei­to nicht lan­ge über sein Kon­zept spre­chen. Die Büh­nen­welt, die Re­bec­ca Ringst ge­schaf­fen hat, die Kos­tüm­ent­wür­fe von In­go Krü­ger sind in Grund­zü­gen aus der frü­he­ren Prä­sen­ta­ti­on be­kannt, was er »sonst ge­sagt hat«, so der Re­gis­seur, sei wei­ter­hin gül­tig. Er meint sei­ne An­deu­tun­gen aus der ers­ten Prä­sen­ta­ti­on, An­deu­tun­gen dar­über, wie Tri­stan und Isol­de über ei­ne ge­mein­sa­me Ge­schich­te, ein Ge­heim­nis ver­fü­gen, wie sie sich er­folg­los von­ein­an­der be­frei­en woll­ten, wie sie wie­der auf­ein­an­der­tref­fen. Und dass es sich um ein un­glaub­li­ches Stück über die Lie­be han­d­le.
 
Es ist das Du­ett im zwei­ten Akt. Die Her­aus­for­de­rung, die Ri­chard Wag­ners Tristan und Isolde an je­den sze­ni­schen Zu­gang stellt, kul­mi­niert hier in vier­zig Mi­nu­ten, in de­nen sich die Lie­be zur Me­ta­phy­sik über­stei­gert, in de­nen zwei Fi­gu­ren im Ge­sang und in der Mu­sik nicht ver­schmel­zen, son­dern sich sin­gend syn­the­ti­sie­ren in et­was ganz an­de­res: Die bei­den Nacht­ge­stal­ten schaf­fen aus der Lie­be, wie Wag­ner sie denkt, ei­ne ei­ge­ne Wirk­lich­keit.

Ri­chard Wag­ner schuf mit die­ser Oper das Schlüs­sel­werk der mu­si­ka­li­schen Ro­man­tik, wie sie von E. T. A. Hoff­mann be­schwo­ren wur­de: »Glü­hen­de Strah­len schie­ßen durch die­ses Rei­ches tie­fe Nacht, und wir wer­den Rie­sen­schat­ten ge­wahr, die auf- und ab­wo­gen, en­ger und en­ger uns ein­schlie­ßen und uns ver­nich­ten, aber nicht den Schmerz der un­end­li­chen Sehn­sucht«. Zu­gleich stieß Wag­ner das Tor zur mu­si­ka­li­schen Mo­der­ne auf, denn durch die Ver­selb­stän­di­gung der Chro­ma­tik und die Eman­zi­pa­ti­on der Dis­so­nanz wird der har­mo­ni­schen Span­nung – sinn­bild­lich für die ero­ti­sche Span­nung – die Auf­lö­sung ver­wei­gert. Die­se wird erst im Lie­bes­tod er­reicht, in dem die ster­ben­de Isol­de die Auf­er­ste­hung des to­ten Tri­stan hal­lu­zi­niert.

Ca­lixto Biei­to, ei­ner der prä­gen­den Mu­sik­thea­ter­re­gis­seu­re der letz­ten De­ka­den, setzt sich erst­mals mit die­sem Werk aus­ein­an­der. Sei­ne Ar­bei­ten the­ma­ti­sie­ren stets die kre­a­tür­li­che, tod­ver­fal­le­ne Leib­lich­keit sei­ner Ak­teu­re. Es dürf­te span­nend wer­den, die­se im Kampf mit dem wag­ner­schen Tri­stan-Theo­rem zu er­le­ben.

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(Quelle: wiener-staatsoper.at)

 

Staatsoper Wien

Spielort

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