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April 2027

4 Termine
  1. Staatsoper Wien

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Ticketinformation

Karten in der 8. und 9. Kategorie können eingeschränkte Sicht haben und werden mit erhöhtem Aufschlag verkauft.

Über die Veranstaltung

Oper von Giacomo Puccini

Als Ma­non in Ami­ens an­kommt, trifft sie Des Grieux und ver­liebt sich so­fort un­sterb­lich in ihn. Trotz ih­rer Flucht nach Pa­ris, um ein ge­mein­sa­mes Le­ben zu be­gin­nen, wird Ma­nons Wunsch nach Lu­xus und Reich­tum ihr zum Ver­häng­nis.

Sie ver­lässt Des Grieux für den rei­chen Ge­ron­te, be­reut je­doch bald ih­re Ent­schei­dung und flieht er­neut mit Des Grieux. Ih­re Lie­be wird je­doch auf ei­ne har­te Pro­be ge­stellt, als Ma­non ver­haf­tet und nach Ame­ri­ka de­por­tiert wird. Des Grieux folgt ihr, doch ih­re Ge­schich­te en­det in Tra­gö­die, als Ma­non in sei­nen Ar­men in der Wild­nis stirbt.

Re­gis­seur Ro­bert Car­sen ver­legt die Hand­lung in ei­ne Wol­ken­krat­zer- und Shop­ping-Mall-Um­ge­bung und un­ter­streicht da­mit die Zeit­lo­sig­keit und All­ge­mein­gül­tig­keit fa­ta­ler Ver­füh­rungs­me­cha­nis­men von Sta­tus­sym­bo­len und Schein­wer­fer­licht so­wie zeit­glei­cher Ein­sam­keit. Denkt man an die Viel­zahl heu­ti­ger Ju­gend­li­cher, ja so­gar Kin­der, die von Mar­ke­ting­stra­te­gen um­garnt und ge­schickt auf die schein­ba­re Be­deu­tung von Mar­ken­pro­duk­ten und Selbst­dar­stel­lung ge­trimmt wer­den, zeigt sich die un­ge­mei­ne Ak­tua­li­tät die­ser Pro­duk­ti­on!
 
Pucci­ni ge­lang es, die dis­pa­ra­ten Ein­zel­sze­nen durch mu­si­ka­li­sche Mo­ti­ve zu ver­klam­mern, ja ge­ra­de­zu ei­nen gro­ßen Bo­gen zu span­nen. Mu­si­ka­lisch ist die Oper al­so ein Wurf. Es fin­det sich kein Takt, der un­in­spi­riert wä­re. Schon die­ser re­la­tiv jun­ge Kom­po­nist, der Pucci­ni zur Ent­ste­hungs­zeit der Manon Lescaut noch war, ver­füg­te über gro­ße Meis­ter­schaft und ei­nen un­ver­wech­sel­ba­ren Stil. Sei­ne Mu­sik ist »se­xy«, voll von Ero­tik und Lei­den­schaf­ten und setzt mit vol­ler Ab­sicht auf star­ke Kon­tras­te zwi­schen tief emp­fun­de­ner Emo­tio­na­li­tät und ober­fläch­li­chem Gla­mour.
 
Die Oper Manon Lescaut macht uns auf ei­nen Ge­gen­satz auf­merk­sam, den von Geld und Lie­be. Mit Geld lässt sich vie­les kau­fen, da­her ist es für vie­le Men­schen auch so fas­zi­nie­rend. Bei der Lie­be je­doch ist man auf sich selbst zu­rück­ge­wor­fen, Lie­be lässt sich nicht kau­fen. Ma­non ist von un­be­schreib­li­cher Schön­heit. Doch sie hat nicht ge­nug Selbst­wert­ge­fühl, so­dass sie glaubt, all den Lu­xus, die teu­ren Klei­der und Schu­he, den Schmuck und das Par­füm zu brau­chen, um in den Au­gen ih­rer Mit­men­schen wert­voll zu sein. Ech­te Lie­be aber fragt nicht nach solch äu­ßer­li­chen Din­gen, sie ist das ge­naue Ge­gen­teil da­zu. Sie fragt nicht da­nach, was ich will, son­dern was der ge­lieb­te Mensch will. Ma­non aber ist so mit sich selbst be­schäf­tigt, dass sie Des Grieux ver­gisst. Frei­lich ist ein sol­ches Ver­hal­ten nur all­zu mensch­lich. Man wird nur sel­ten auf wirk­lich selbst­lo­se Lie­be sto­ßen.
 

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(Quelle: wiener-staatsoper.at)

 

Staatsoper Wien

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