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novembre 2026

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Informazioni sui biglietti

Karten in der 8. und 9. Kategorie können eingeschränkte Sicht haben und werden mit erhöhtem Aufschlag verkauft.

Sull'evento

Oper von Gaetano Donizetti

Der schüch­ter­ne Nemorino liebt die selbst­be­wuss­te Adina, die ihn je­doch nicht ernst nimmt.

In sei­ner Ver­zweif­lung kauft er vom win­di­gen Quack­sal­ber Dulcamara ei­nen ver­meint­li­chen Lie­bes­trank – in Wahr­heit nur Wein. Durch Zu­fall erbt Nemorino Geld und wird plötz­lich be­gehrt, was Adinas Ei­fer­sucht weckt. Schließ­lich er­kennt sie ih­re wah­ren Ge­füh­le. Am En­de fin­den die bei­den zu­ein­an­der, und Nemorino glaubt fest an die Wir­kung sei­nes »Elixiers«.

Ot­to Schenks klas­si­sche In­sze­nie­rung hüllt das Werk in ein war­mes, »men­schel­ndes« und hei­te­res Licht. In kla­ren Bil­dern er­zählt er die Ge­schich­te von Adi­na und Ne­mo­ri­no, formt aus den Opern­fi­gu­ren an­zie­hend ge­stal­te­te Cha­rak­te­re, de­ren Glück man sich als Zu­schau­er förm­lich her­bei­wünscht. Wie so oft bei sei­nen Ar­bei­ten zählt auch bei sei­ner L’elisir d’amore-Pro­duk­ti­on in ers­ter Li­nie ei­ne Sinn­lich­keit des Le­bens und der Fi­gu­ren – ei­nem rein in­tel­lek­tu­el­len, »ver­kopf­ten« Zu­gang stand er stets kri­tisch ge­gen­über. Oder, wie es ei­ne lang­jäh­ri­ge Mit­ar­bei­te­rin und Ober­spiel­lei­te­rin for­mu­lier­te: »Wenn man über Ot­to Schenks Ar­bei­ten spricht, ist die Kern­aus­sa­ge wohl, dass es ihm im­mer um den Men­schen ging. Mit Mit­ge­fühl, mit ei­nem lie­be­vol­len, aber durch­aus auch kri­ti­schen Blick.«
 
»Ich wä­re sehr froh, hät­te ich den Lie­bes­trank kom­po­niert«, so schwärm­te der Kom­po­nist Fe­lix Men­dels­sohn Bar­thol­dy von Do­ni­zet­tis Opern-Dau­er­bren­ner L’elisir d’amore. Er ist nicht der Ein­zi­ge. Denn nicht nur der All­zeit-Schla­ger »Una furtiva lagrima« ran­giert in vie­len pri­va­ten Opern-Hit­pa­ra­den an obers­ter Stel­le, das ge­sam­te Werk fun­kelt vor Ein­falls­reich­tum und raf­fi­nier­tem mu­si­ka­li­schen Aus­druck. Das Werk selbst steht (ne­ben Ein­flüs­sen der fran­zö­si­schen Opéra comique) in der Tra­di­ti­on der ko­mi­schen ita­lie­ni­schen Oper, reicht aber über ein Mo­dell des nur Hei­te­ren hin­aus: Ne­ben dem Ko­mi­schen und Un­be­schwer­ten fin­det sich auch – sie­he et­wa »Una furtiva lagrima« – Me­lan­cho­li­sches und Tief­gän­gi­ges. Und ge­ra­de die­se Mi­schung macht den be­son­de­ren Zau­ber des Lie­bes­tranks aus!
 
Ei­nen sei­ner größ­ten und blei­bends­ten Er­fol­ge fei­er­te Do­ni­zet­ti mit L’elisir d’amore – auch wenn auf­grund der Um­stän­de der Ent­ste­hung al­les an­de­re als ein Tri­umph zu er­war­ten ge­we­sen war: Die Di­rek­ti­on des Mai­län­der Tea­tro del­la Ca­nob­bia­na hat­te sich Mit­te April 1832 hän­de­rin­gend mit der Bit­te um ei­ne Oper an den be­kannt­lich schnell ar­bei­ten­den Do­ni­zet­ti ge­wandt, weil ein an­de­rer Kom­po­nist kurz­fris­tig ab­ge­sprun­gen war. Tat­säch­lich schuf Do­ni­zet­ti ge­mein­sam mit dem Li­bret­tis­ten Fe­li­ce Ro­ma­ni in­ner­halb kür­zes­ter Zeit – in der Li­te­ra­tur fin­det sich stets der Hin­weis »in­ner­halb von zwei Wo­chen« – ei­ne neue zwei­ak­ti­ge Oper, eben L’elisir d’amore. Und im Ge­gen­satz zu vie­len an­de­ren heu­te po­pu­lä­ren Opern der Mu­sik­ge­schich­te zeig­te das Werk kei­ner­lei An­lauf­schwie­rig­kei­ten bei den Zu­schau­e­rin­nen und Zu­schau­ern: L’elisir d’amore war von der Ur­auf­füh­rung am 12. Mai 1832 an ein Pu­bli­kums­ren­ner, der sehr bald von zahl­lo­sen Opern­häu­sern in und au­ßer­halb Ita­li­ens nach­ge­spielt wur­de.

 

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(Quelle: wiener-staatsoper.at)

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