Vai al contenuto

marzo 2027

2 date
  1. Staatsoper Wien

    1010 Wien

    Non disponibile online

  2. Staatsoper Wien

    1010 Wien

    Non disponibile online

aprile 2027

2 date
  1. Staatsoper Wien

    1010 Wien

    Non disponibile online

  2. Staatsoper Wien

    1010 Wien

    Non disponibile online

Informazioni sui biglietti

Karten in der 8. und 9. Kategorie können eingeschränkte Sicht haben und werden mit erhöhtem Aufschlag verkauft.

Sull'evento

Oper von Richard Wagner

Der Män­ner­bund der Grals­rit­ter ist in die Kri­se ge­ra­ten. Denn im­mer wie­der de­ser­tie­ren Rit­ter in das Ge­gen­reich des Zau­be­rers Kling­sor, der vom Kreis der Rit­ter zu­vor zu­rück­ge­wie­sen wor­den war.

Mit Hil­fe von ver­füh­re­ri­schen Frau­en, al­len vor­an Kun­dry, ge­lingt es die­sem, die Rit­ter zu Fall zu brin­gen. So­gar Grals­kö­nig Am­for­tas kann er so zu ei­nem Fehl­tritt ver­lei­ten. Er ent­wen­det ihm sei­nen hei­li­gen Speer und schlägt ihm ei­ne un­heil­ba­re Wun­de. Da­durch ist Am­for­tas sei­ne ri­tu­el­le Pflicht der Grals­ent­hül­lung zur Tor­tur ge­wor­den. Ein­zig ei­nem rei­nen To­ren ist es be­stimmt, den Sün­den­fall des Grals­kö­nigs rück­gän­gig zu ma­chen und sei­ne ver­hee­ren­den Fol­gen auf­zu­he­ben.

Es ist Wag­ners kom­po­si­to­ri­sche und dra­ma­tur­gi­sche Er­in­ne­rungs­per­spek­ti­ve im Parsifal, aus der ich mei­ne sze­ni­sche Kon­zep­ti­on ent­wi­ckelt ha­be: Ein er­wach­se­ner Mann mei­nes Al­ters er­in­nert sich an den jun­gen Mann, fast noch den Bur­schen, der er ein­mal war. Wag­ners Mu­sik geht bei uns aus der in­ne­ren Be­we­gung des Pro­ta­go­nis­ten her­vor und steht im Kon­text ei­ner sze­ni­schen Ver­suchs­an­ord­nung. Par­si­fal wird von sei­nen Er­in­ne­run­gen ein­ge­holt oder über­mannt, manch­mal ver­irrt er sich in ih­nen. Er ent­deckt Ver­dräng­tes. Die nicht nur zeit­li­che Zä­sur zwi­schen den ers­ten bei­den und dem drit­ten Akt hat mich da­zu ge­führt, die Ge­schich­te von dem ge­reif­ten Par­si­fal gleich­sam in ei­ner Rück­blen­de er­zäh­len zu las­sen, die uns durch das Ge­sche­hen der ers­ten bei­den Ak­te führt, bis wir im 3. Akt in der Ge­gen­wart des Er­zäh­lers an­ge­kom­men sind. In al­len drei Ak­ten kommt es zu ei­ner in mei­nem Ver­ständ­nis sa­kra­len oder auch mys­ti­schen Be­geg­nung zwi­schen dem da­ma­li­gen und dem heu­ti­gen Par­si­fal. Wich­tig ist mir zu be­to­nen, dass ich ei­nen poe­ti­schen Er­in­ne­rungs­raum ge­schaf­fen ha­be, in dem es – ge­nau wie in un­se­rer Er­in­ne­rung auch – Wi­der­sprü­che ge­ben kann und in dem sich ver­schie­de­ne Ebe­nen über­la­gern oder wie in ei­ner Über­blen­dung ab­lö­sen kön­nen. (Ki­rill Se­re­bren­ni­kov)

Wir emp­feh­len den Be­such die­ser Pro­duk­ti­on ab 14 Jah­ren.

Für die weit­ge­hend in­tui­ti­ve Ver­ständ­lich­keit sei­ner Mo­ti­ve sorgt Wag­ner ein­mal mehr durch reich­hal­ti­ges Zi­tie­ren aus dem To­pos­schatz der eu­ro­päi­schen Mu­sik: Das Abend­mahl­the­ma ge­mahnt an die Klang­sphä­re des Cho­rals; der Blech­blä­ser­klang von Grals- und Par­si­fal-Mo­tiv steht für die Herr­schafts­dis­po­si­ti­on ein, wo­bei die Ton­sprün­ge, Punk­tie­run­gen und quir­li­ge Rhyth­mik des zwei­ten un­be­küm­mer­te Nai­vi­tät dar­stel­len. Dar­über hin­aus voll­zie­hen die äu­ßerst fle­xi­bel be­han­del­ten Mo­ti­ve auch die in­ne­ren und äu­ße­ren Ver­wand­lun­gen mit. Be­son­ders das Par­si­fal-The­ma wird in Ein­heit mit dem Rei­fungs­pro­zess des Hel­den viel­fach um­ge­stal­tet, bis es zu­letzt kö­nig­lich da­her­kommt. (Me­la­nie Wald-Fuhr­mann)
 
Wag­ner selbst hat­te ei­nen eher nüch­ter­nen Be­griff von Wei­he, wie zu­min­dest sein Auf­satz Das Büh­nen­weih­fest­spiel in Bay­reuth 1882, ein Rück­blick auf die Fest­spie­le des Jah­res 1882 mit den ers­ten Parsifal-Auf­füh­run­gen, aus­weist. Wei­he ist dar­in iden­tisch mit der Be­geis­te­rung, wel­che die aus­füh­ren­den Mu­si­ker, Sän­ger und Dar­stel­ler und das ge­sam­te En­sem­ble der Mit­wir­ken­den bei der künst­le­ri­schen Ar­beit be­seel­te und ein­te; Wei­he be­schreibt dar­in den ei­gen­tüm­li­chen Geist der Auf­füh­run­gen, de­ren Be­son­der­heit Wag­ner in der Fer­ne zum ge­wohn­ten Opern­thea­ter und -be­trieb sah und zur All­täg­lich­keit von Welt und Le­ben über­haupt. In die­sem Sin­ne ist die „Wei­he der Welt­ent­rü­ckung“ zu be­grei­fen, von der Wag­ner in dem Auf­satz spricht. Je­den­falls dul­det es kei­nen Zwei­fel, dass Wei­he im Ver­ständ­nis von Wag­ners Auf­satz nicht Re­li­giö­ses, Mys­tisch-Er­ha­be­nes, Kirch­lich-Ze­re­mo­ni­el­les oder der­glei­chen meint. (Egon Voss)

Sichern Sie sich ihre Tickets für die Wiener Staatsoper und buchen Sie ihre Tickets jetzt auf viennaticket.at.

 

(Quelle: wiener-staatsoper.at)

Guarda il trailer
Staatsoper Wien

Sede

Caricamento mappa …