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giugno 2027

4 date
  1. Staatsoper Wien

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Informazioni sui biglietti

Karten in der 8. und 9. Kategorie können eingeschränkte Sicht haben und werden mit erhöhtem Aufschlag verkauft.

Sull'evento

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Figaro und Susanna wol­len hei­ra­ten, doch ihr Hoch­zeits­tag wird zum Cha­os: Graf Almaviva stellt Susanna nach, wäh­rend Basilio für ihn in­tri­giert.

Marcellina for­dert Figaro mit ei­nem al­ten Ehe­ver­spre­chen her­aus, un­ter­stützt von Bartolo, der sich rä­chen will. Der lie­bes­tol­le Page Cherubino sorgt zu­sätz­lich für Ver­wir­rung. Mit Witz, List und der Hil­fe der be­tro­ge­nen Grä­fin ge­lingt es Figaro und Susanna schließ­lich, den Gra­fen bloß­zu­stel­len. Am En­de sie­gen Lie­be und Ver­nunft – und der »tol­le Tag« nimmt ein glück­li­ches En­de.

In Bar­rie Kos­kys tem­po­rei­cher In­sze­nie­rung müs­sen Su­san­na und Fi­ga­ro sich von dem en­gen Zwi­schen­raum, den ih­nen der Graf zu­ge­wie­sen hat, durch die Pracht­räu­me des Al­ma­vi­va-Pa­lais kämp­fen, ehe sich im vier­ten Akt end­lich der Au­ßen­raum als Per­spek­ti­ve auf­tut. Bar­rie Kos­ky: »Wir wis­sen von Shake­speare, dass ein Gar­ten oder ein Wald – vor al­lem am Abend – ein de­mo­kra­ti­scher Raum ist. Dort ist al­les mög­lich.«
 
Wolf­gang Ama­de­us Mo­zart hat­te in Lo­ren­zo Da Pon­te end­lich den lan­ge ge­such­ten Dich­ter ge­fun­den, der »das Thea­ter ver­steht«. Die Lust an der wun­der­ba­ren Thea­ter­dich­tung Da Pon­tes ist in je­de No­te von Mo­zarts Mu­sik ein­ge­gan­gen, groß­ar­tig kom­po­nier­te En­sem­bles wie das Sex­tett im drit­ten Akt for­dern die Spiel­freu­de der Sän­ger­dar­stel­le­rin­nen und -dar­stel­ler ge­ra­de­zu her­aus. Aber auch die Ari­en, die Mo­zart et­wa für die Fi­gur der Grä­fin Al­ma­vi­va schreibt, sind nicht nur un­ver­gleich­li­che Mu­sik­stü­cke, son­dern auch mu­sik­dra­ma­tur­gisch klug ge­dach­te stil­le Mo­men­te, in de­nen die Hand­lung nicht ein­fach still­steht, son­dern viel­mehr ru­hig zu at­men scheint.
 
Es war wohl ein Wag­nis, das Wolf­gang Ama­de­us Mo­zart und Lo­ren­zo Da Pon­te gleich bei ih­rer ers­ten Zu­sam­men­ar­beit ein­gin­gen, auf je­den Fall aber ei­ne im Wien des spä­te­ren 18. Jahr­hun­derts voll­kom­men un­üb­li­che Vor­ge­hens­wei­se: Ei­ne neue Oper zu be­gin­nen, oh­ne da­für zu­vor be­auf­tragt wor­den zu sein, oh­ne ge­si­cher­te Aus­sicht auf ei­ne Auf­füh­rung oder gar Ent­loh­nung. Oben­drein stell­te die vom Kom­po­nis­ten ge­wähl­te Vor­la­ge, Beau­mar­chais’ Ko­mö­die Le Ma­ria­ge de Fi­ga­ro, ei­ne Rea­li­sa­ti­on der ge­plan­ten Oper auf ei­ner öf­fent­li­chen Büh­ne zu­sätz­lich in­fra­ge — hat­te doch Jo­seph II. die Auf­füh­rung des mit re­vo­lu­tio­nä­rem Zünd­stoff auf­ge­la­de­nen Schau­spiels noch 1785 mit der Be­grün­dung un­ter­sagt, dass »das Stück viel An­stö­ßi­ges« ent­hal­te. Lo­ren­zo Da Pon­te ver­zich­te­te auf Fi­ga­ros adels­kri­ti­schen Mo­no­log aus Beau­mar­chais’ Vor­la­ge, der Grund­ton aber blieb – und so ist wo­mög­lich et­was Wah­res an der Dar­stel­lung in den oft sehr frei­en Me­moi­ren des Li­bret­tis­ten, es sei am En­de sei­nem, Da Pon­tes, di­plo­ma­ti­schem Ge­schick ge­schul­det ge­we­sen, dass der Kai­ser die Ur­auf­füh­rung von Le noz­ze di Fi­ga­ro am 1. Mai 1786 im Hof­burg­thea­ter schließ­lich per­sön­lich an­ord­ne­te.

 

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(Quelle: wiener-staatsoper.at)

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