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Mai 2027

4 Termine
  1. Staatsoper Wien

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Ticketinformation

Karten in der 8. und 9. Kategorie können eingeschränkte Sicht haben und werden mit erhöhtem Aufschlag verkauft.

Über die Veranstaltung

Oper von Richard Wagner

Hans Sachs, der an­ge­se­he­ne Schuh­ma­cher und Meis­ter­sin­ger, er­kennt das Ta­lent des jun­gen Rit­ters Walther von Stolzing, der um die Hand Evas wirbt.

Um sie zu ge­win­nen, muss Walther je­doch den stren­gen Re­geln der Meis­ter­sin­ger ge­nü­gen. Beim Sän­ger­wett­streit droht er zu schei­tern, doch Sachs un­ter­stützt ihn klug. Mit ei­nem neu­ar­ti­gen, in­spi­rier­ten Lied über­zeugt Walther schließ­lich die Zunft. Er ge­winnt Eva, wäh­rend Sachs für Maß, Kunst und Ge­mein­schafts­sinn plä­diert.

Ein wich­ti­ger As­pekt in der In­sze­nie­rung Keith Warners ist der Traum. Warner stellt sich den Traum von Sachs als krea­ti­ves Be­dürf­nis vor, in dem Sinn, dass er ei­ne Ge­schich­te über sei­ne Ge­füh­le er­schafft. Zu­gleich woll­te er, dass die­ses Träu­men an­ste­ckend ist. Dass die­je­ni­gen, die sich an­ste­cken las­sen und das nö­ti­ge Ta­lent ha­ben, ih­re ei­ge­nen Wel­ten er­schaf­fen kön­nen, ei­ne Art von Il­lu­si­on. Plötz­lich be­ginnt Sachs, in Walthers Fan­ta­sie ein­zu­tau­chen, er wan­delt durch des­sen Wel­ten, und um­ge­kehrt kann Walther auf je­ne von Sachs zu­grei­fen, auch Eva tritt da­zu. Das Ver­hält­nis zwi­schen der Rea­li­tät und der in­ne­ren Vor­stel­lung des Künst­lers oder des in­di­vi­du­el­len Traums wird flie­ßend.
 
»Die Meis­ter­sin­ger bil­den – ge­ra­de durch die of­fen­sicht­li­che Ge­gen­sätz­lich­keit – ei­ne Ein­heit mit Tristan und Isolde, Wag­ners Opus me­ta­phy­si­cum, in dem des­sen ge­sam­tes Schaf­fen ge­wis­ser­ma­ßen im Fo­kus ei­nes Brenn­gla­ses er­kenn­bar ist. Mehr noch, erst durch die Zu­sam­men­schau die­ser bei­den Wer­ke wird end­gül­tig er­fahr­bar, was Wag­ner wich­tig war. Denn er zeigt all das, was in Tristan zur Voll­endung ge­bracht wur­de, in den Meis­ter­sin­gern als An­ti­the­se auf: Chro­ma­tik ge­gen Dia­to­nik et­wa oder Har­mo­nik ge­gen Kon­tra­punkt, Hel­den ge­gen Bür­ger, Tra­gö­die ge­gen Ko­mö­die.« (Pre­mie­ren­di­ri­gent Philippe Jordan)
 
Auch die Meis­ter­sin­ger von Nürn­berg hat­ten ei­ne – wie bei Richard Wagner so oft – lan­ge Ent­ste­hungs­zeit. Be­reits 1845 ver­fass­te er ei­nen ers­ten Pro­sa­ent­wurf für die spä­ter drei­ak­ti­ge Oper, aber es dau­er­te rund zwei Jahr­zehn­te, bis die Par­ti­tur in ih­rer end­gül­ti­gen Form vor­lag. Am 21. Ju­ni 1868 kam es an der Münch­ner Hof­oper zur Ur­auf­füh­rung des ur­sprüng­lich als ko­mi­sches Ge­gen­stück zu Tannhäuser kon­zi­pier­ten Wer­kes.
 

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(Quelle: wiener-staatsoper.at)
Staatsoper Wien

Spielort

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