La Clemenza di Tito
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Termine
Weitere 3 Termine
September 2026
- 19:00
- 19:30
- 19:00
Über die Veranstaltung
Ohne von den Bedrohungen zu wissen, die ihn umgeben, versucht der römische Kaiser Tito, seinem Amt und seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.
Großherzig vergibt er seinen Gegnern und hilft den Opfern des Vesuvausbruchs. Auch Servilia gibt er frei, als ihr Geliebter Annio ihn darum bittet. Doch Vitellia, die nach Macht strebt, stiftet Sesto zu Mord und Aufruhr an. Als das Kapitol brennt und Sesto gesteht, muss Tito entscheiden: Strafe oder Milde.
Dem Kompositionsauftrag und der Vorlage, einem Libretto Pietro Metastasios, entsprechend, warf Mozart mit La clemenza di Tito einen Blick zurück auf die Opera seria. Indem er mit einer laut seinem Werkverzeichnis „zu einer wahren Oper reduzierten“ Fassung des Dresdner Hofdichters Caterino Mazzolà arbeitete, hatte der Komponist allerdings eine kompaktere und der musikalischen Dynamik entgegenkommendere Fassung zur Verfügung: Von den ursprünglich 25 Arien blieben nur sieben erhalten, vier mit neuem Text kamen hinzu.
Auch innerhalb der zur Entstehungszeit gelobten „strengen Form“ gelangen Mozart ergreifende Momente wie das Duett No. 7 (Annio und Servilia). Das Quintett zum Finale des 1. Aktes weist als spannungsreiches Aktionsfinale über die ältere Opera seria hinaus und vermag sogar Erinnerungen an die Finali der Da-Ponte-Opern aufblitzen zu lassen. Bemerkenswert sind auch die Arien mit obligatem Klarinetten- bzw. Bassethornsolo (No. 9, Sesto und No. 23, Vitellia), die Mozart für seinen Freund und Logenbruder Anton Stadler schrieb, einen Virtuosen auf beiden Instrumenten.
Als Krönungsoper anlässlich der Krönung Kaiser Leopolds II. hatten die böhmischen Stände das Werk beauftragt – eine Krönung, die Joseph II. noch verweigert hatte. La clemenza di Tito war von den vom Klerus und Adel dominierten Ständen auch als ein Appell an die Milde Leopolds in dem Sinne gemeint, dass sie sich die Rücknahme der zentralistischen Reformen Josephs II. zugunsten regionaler Privilegien erhofften. Eine Hoffnung, die enttäuscht wurde.
Gegenüber der Metastasio-Fassung fällt an der Oper des Freimaurers Mozart, die immerhin im Angesicht der Französischen Revolution uraufgeführt wurde, auf, dass die Milde des Herrschers nicht mehr aus dessen Gottesgnadentum, sondern aus seinen eigenen moralischen Überzeugungen erklärt wird.
Sichern sich Ihre Tickets für einen vergnüglichen Opernabend in der Wiener Staatsoper und buchen Sie Ihre Karten jetzt auf viennaticket.at.
Spielort
Staatsoper Wien Opernring 1 1010 WienTicketinformation
Karten in der 8. und 9. Kategorie können eingeschränkte Sicht haben und werden mit erhöhtem Aufschlag verkauft.
La Clemenza di Tito
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Termine
Weitere 3 Termine
September 2026
- 19:00
- 19:30
- 19:00
Spielort
Staatsoper Wien Opernring 1 1010 WienTicketinformation
Karten in der 8. und 9. Kategorie können eingeschränkte Sicht haben und werden mit erhöhtem Aufschlag verkauft.Über die Veranstaltung
Ohne von den Bedrohungen zu wissen, die ihn umgeben, versucht der römische Kaiser Tito, seinem Amt und seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.
Großherzig vergibt er seinen Gegnern und hilft den Opfern des Vesuvausbruchs. Auch Servilia gibt er frei, als ihr Geliebter Annio ihn darum bittet. Doch Vitellia, die nach Macht strebt, stiftet Sesto zu Mord und Aufruhr an. Als das Kapitol brennt und Sesto gesteht, muss Tito entscheiden: Strafe oder Milde.
Dem Kompositionsauftrag und der Vorlage, einem Libretto Pietro Metastasios, entsprechend, warf Mozart mit La clemenza di Tito einen Blick zurück auf die Opera seria. Indem er mit einer laut seinem Werkverzeichnis „zu einer wahren Oper reduzierten“ Fassung des Dresdner Hofdichters Caterino Mazzolà arbeitete, hatte der Komponist allerdings eine kompaktere und der musikalischen Dynamik entgegenkommendere Fassung zur Verfügung: Von den ursprünglich 25 Arien blieben nur sieben erhalten, vier mit neuem Text kamen hinzu.
Auch innerhalb der zur Entstehungszeit gelobten „strengen Form“ gelangen Mozart ergreifende Momente wie das Duett No. 7 (Annio und Servilia). Das Quintett zum Finale des 1. Aktes weist als spannungsreiches Aktionsfinale über die ältere Opera seria hinaus und vermag sogar Erinnerungen an die Finali der Da-Ponte-Opern aufblitzen zu lassen. Bemerkenswert sind auch die Arien mit obligatem Klarinetten- bzw. Bassethornsolo (No. 9, Sesto und No. 23, Vitellia), die Mozart für seinen Freund und Logenbruder Anton Stadler schrieb, einen Virtuosen auf beiden Instrumenten.
Als Krönungsoper anlässlich der Krönung Kaiser Leopolds II. hatten die böhmischen Stände das Werk beauftragt – eine Krönung, die Joseph II. noch verweigert hatte. La clemenza di Tito war von den vom Klerus und Adel dominierten Ständen auch als ein Appell an die Milde Leopolds in dem Sinne gemeint, dass sie sich die Rücknahme der zentralistischen Reformen Josephs II. zugunsten regionaler Privilegien erhofften. Eine Hoffnung, die enttäuscht wurde.
Gegenüber der Metastasio-Fassung fällt an der Oper des Freimaurers Mozart, die immerhin im Angesicht der Französischen Revolution uraufgeführt wurde, auf, dass die Milde des Herrschers nicht mehr aus dessen Gottesgnadentum, sondern aus seinen eigenen moralischen Überzeugungen erklärt wird.
Sichern sich Ihre Tickets für einen vergnüglichen Opernabend in der Wiener Staatsoper und buchen Sie Ihre Karten jetzt auf viennaticket.at.
La Clemenza di Tito
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Über die Veranstaltung
Ohne von den Bedrohungen zu wissen, die ihn umgeben, versucht der römische Kaiser Tito, seinem Amt und seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.
Großherzig vergibt er seinen Gegnern und hilft den Opfern des Vesuvausbruchs. Auch Servilia gibt er frei, als ihr Geliebter Annio ihn darum bittet. Doch Vitellia, die nach Macht strebt, stiftet Sesto zu Mord und Aufruhr an. Als das Kapitol brennt und Sesto gesteht, muss Tito entscheiden: Strafe oder Milde.
Dem Kompositionsauftrag und der Vorlage, einem Libretto Pietro Metastasios, entsprechend, warf Mozart mit La clemenza di Tito einen Blick zurück auf die Opera seria. Indem er mit einer laut seinem Werkverzeichnis „zu einer wahren Oper reduzierten“ Fassung des Dresdner Hofdichters Caterino Mazzolà arbeitete, hatte der Komponist allerdings eine kompaktere und der musikalischen Dynamik entgegenkommendere Fassung zur Verfügung: Von den ursprünglich 25 Arien blieben nur sieben erhalten, vier mit neuem Text kamen hinzu.
Auch innerhalb der zur Entstehungszeit gelobten „strengen Form“ gelangen Mozart ergreifende Momente wie das Duett No. 7 (Annio und Servilia). Das Quintett zum Finale des 1. Aktes weist als spannungsreiches Aktionsfinale über die ältere Opera seria hinaus und vermag sogar Erinnerungen an die Finali der Da-Ponte-Opern aufblitzen zu lassen. Bemerkenswert sind auch die Arien mit obligatem Klarinetten- bzw. Bassethornsolo (No. 9, Sesto und No. 23, Vitellia), die Mozart für seinen Freund und Logenbruder Anton Stadler schrieb, einen Virtuosen auf beiden Instrumenten.
Als Krönungsoper anlässlich der Krönung Kaiser Leopolds II. hatten die böhmischen Stände das Werk beauftragt – eine Krönung, die Joseph II. noch verweigert hatte. La clemenza di Tito war von den vom Klerus und Adel dominierten Ständen auch als ein Appell an die Milde Leopolds in dem Sinne gemeint, dass sie sich die Rücknahme der zentralistischen Reformen Josephs II. zugunsten regionaler Privilegien erhofften. Eine Hoffnung, die enttäuscht wurde.
Gegenüber der Metastasio-Fassung fällt an der Oper des Freimaurers Mozart, die immerhin im Angesicht der Französischen Revolution uraufgeführt wurde, auf, dass die Milde des Herrschers nicht mehr aus dessen Gottesgnadentum, sondern aus seinen eigenen moralischen Überzeugungen erklärt wird.
Sichern sich Ihre Tickets für einen vergnüglichen Opernabend in der Wiener Staatsoper und buchen Sie Ihre Karten jetzt auf viennaticket.at.